120 Jahre Alberthafen

 

Am 21.6.1891 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau des „König-Albert-Hafen“. Der Grund des Baues war der immer größer werdende Transport zwischen Dresden und Hamburg.

Benannt wurde der Hafen nach König Albert von Sachsen (1828-1902).

Das Hafenbecken war 1100 Meter lang, 150 Meter breit, die Wasserfläche 12 Hektar groß und die Kaimauern 12 Meter hoch.

Die Einweihung fand am 1. November 1895 statt.

Bis 1945 entwickelte sich der Hafen zu einem Umschlagplatz zwischen Schiff, Eisenbahn und Straße. 30 Prozent war der Anteil am deutschen Amerika- Export.

Durch den Bombenangriff am 13. Februar 1945 wurde auch der Hafen schwer getroffen. Drei Kräne brannten aus, acht Speicher wurden ganz zerstört und Gleisanlagen beschädigt. Schon im Mai 1945 begann die Sowjetunion, Kräne und Gleisanlagen als Reparationsleistungen abzubauen.

Danach war nur noch ein funktionierender Kran vorhanden.Erst 10 Jahre später (1955)  kam ein neuer Kran dazu.

1965 kam noch ein weiterer neuer Kran dazu. Bis 1990 wurden insgesamt 12 neue Kräne im Alberthafen errichtet.

Im Hafen wurde größtenteils Schüttgut umgeschlagen und ab Anfang der 80er Jahre vergrößerte sich die Menge von Sand und Kies aus dem Kiespendel vom Kiesloch Mühlberg.

Nach der Wende wurde der Hafen saniert und modernisiert, um den neuen Ansprüchen genügen zu können.

Das Hafenbecken wurde ab Februar 1997 teilweise verfüllt und somit verkleinert. Dadurch wurde die Landfläche vergrößert und es konnten Firmen angesiedelt werden.

Alle Umbauten erfolgten unter Beachtung des Denkmalschutzes. Hervorzuheben ist hier das historische Terminal, mit alter Kaimauer, dem Schleppkahn "Waltraut" (Baujahr 1913, 755 t), 2 Eisenbahnwaggons der Königlich-Sächsischen-Staatseisenbahn und einem Portalkran.

1998 kauften die SBO den Schubschlepper "R5" von der CSPL und taufte ihn "Alberthafen". Eingesetzt wird der Schlepper für Schleppaufgaben, zum Verholen von Wasserfahrzeugen, sowie zum Eisbrechen der Häfen in der Umgebung.

1999 wurden zwei neue Kräne für je 45 Tonnen Last in Betrieb genommen. Die gesammten Gleisanlagen und das Straßennetz im Hafen wurden verändert und erneuert.

Im  Jahr 2000 war der Umbau des Hafens abgeschlossen.

Zum Jahrhunderthochwasser im August 2002 wurde der gesamte Hafen überflutet. Die ganze Belegschaft meisterte die Schäden der Flut so gut, dass bereits am 1.9.2002 der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.

Im Dezember 2007 erfolgte die Eröffnung der Ro-Ro- Anlage kurz unterhalb der Hafeneinfahrt.

2009 wurden noch drei alte Lagerhäuser abgerissen.

Seit der Wende werden viele verschiedene hochwertige Industriegüter umgeschlagen, so zum Beispiel Turbinen, Transformatoren, Schrott, Flügel für Windkraftanlagen und mehr. Aber auch Dinge wie Flugzeugteile, die in Klotzsche in den Flugzeugwerken getestet werden, wie auch anderer große Teile, die nur begrenzt auf der Straße transportiert werden können, da sie in den Abmaßen und Gewicht zu groß sind, gehören dazu.

 

Quelle: Buch ELBE-HÄFEN IN SACHSEN, Prof. Heinrich und Kapitän Bütow

Fotos: E. Balzer, M. Hofmann

Galerie "Der Alberthafen anlässlich seines 120. Geburtstages"

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