Daten / S.Seibt

 

 

Die Geschichte der Schiffahrt und Binnenhäfen auf der Oberelbe

 

seit 983

Die Schifffahrt auf der Oberelbe ist urkundlich belegt

Die Stadt Belgern erhält am 27.02.von Otto der 2. das Zollrecht von Belgern bis hinauf zum Hafen Meißen

 

1455  

Die Residenzstadt Dresden erhält das Stapelrecht, wonach für "3 Sonnenscheine" die Ware durchziehender Kaufleute am Elbufer ausgeladen werden muss

1856-58

Die Anlagen am Packhofkai werden elbabwärts erweitert; Anschluss an die Albertbahn von Tharandt nach Dresden am 02. April 1856 ( Einschiffung von Steinkohle aus  dem Plauenschen Grund),

 

1857 Anschluss an die Sächsisch-Böhmische Staatseisenbahn

 

1861-64

Anlage des Elbkaiss Dresden-Neustadtunterhalb der Marienbrücke zum rechten Ufer auf  370 m mit Eisenbahnanschluss zur Strecke Dresden-Leipzig

 

1872-76

Der erste sächsische Verkehrshafen wird in Dresden-Neustadt errichtet. In dem 380m langen und 70m breiten Hafenbecken werden die Waren vorzugsweise zwischen Schiff und Eisenbahn umgeschlagen

 

1880

Im Hafen Decin findet der erste Güterumschlag an der für 3 Schiffslagen gebauten Kaimauer statt 

 

1888

Der Eisenbahnverkehrshafen Riesa-Gröba ( alter Hafen ) wird in Betrieb genommen

 

1895

Der größte sächsische Eisenbahnverkehrshafen Dresden- Friedrichstadt wird für den Verkehr freigegeben. ( Der Erdaushub für das Hafenbecken wird gleichzeitig zum Bau des Ablaufberges des Rangierbahnhofes Friedrichstadt genutzt.) Im Hafen Decin wird der Kai auf 3,3 km ausgebaut 

 

1898

Der Hafen Torgau ( damals noch zu Preußen gehörig ) geht als privater Verkehrshafen in Betrieb

 

1901

Die Erweiterung des Hafens Riesa wird duch den Bau des ,,Neuen Hafens" ( zweites Hafenbecken ) abgeschlossen

 

1924-28

Der Jahresumschlag imHafen Decin beträgt durchschnittlich 384,000t. Die Anlagen reichen nicht aus, da etwa 50 Schiffe im Strom liegen, die auf Abfertigung warten. Zwei Jahre später werden 4 neue Elektrische Krane angeschafft

 

1931

Der Freistaat Sachsen gründet als alleiniger Gesellschafter die Sächsische Elbhafenbetriebgesellschaft (  SEBG ) und verpachtet an diese auf 30 Jahre die staatlichen Verkehrshäfen und Umschlagplätze in Dresden und Riesa

 

1950

Die Deutsche Schiffahrts- und Umschlagbetriebszentrale  ( DSU ) übernimmt die Sächsische Elbhafenbetriebsgesellschaft. Es entsteht der VEB Binnenhäfen Oberelbe, der später ein Betrieb des VE Kombinates Binnschiffahrt und Wasserstraßen wird

 

1969-70

Der Hafen Torgau wird umfassend ausgebaut und in den VEB Binnenhafen eingebunden

 

1990

Die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH wird als Treuhandunternehmen im Juli 1990 gegründet

 

1991

Der Freistaat Sachsen übernimmt im Oktober 1991 die sächsischen Häfen und wird alleiniger Gesellschafter der GmbH

 

1995

Das sächsische Kabinett stimmt am 13. Juni 1995 der Vorlage zur Entwicklung der sächsischen Binnenhäfen zu leistungsstarken Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern im Bereich der Oberelbe zu

 

1996

Die Umgestaltung des südlichen Alberthafengebietes in Dresden wird im wesentlichen abgeschlossen, im Hafen Riesa erfolgt der ertse Rammschlag zum Neubau der Nordkaimauer

 

1997

Mit derTeilverfüllung von 70.000 m² Wasserfläsche wird im Januar 1997 im Dresdner Alberthafen begonnen, am 3.09. erfolgt der ertse Rammschlag  für den Neubau der nördlichen Kaimauer

 

1998

Im Hafen Riesa werden zwei 25 t-Vollportalkrane am neuen Nordkai in Betrieb genommen

 

1999

Am neuen Nordkai des Alberthafen Dresden werden zwei 45t-Vollportalkrane in Betrieb genommen

 

2001

Sanierung der südlichen Kaimauer ( 1.Abschnitt) und Erhöhung der Krankapazität auf 45 t im Hafen Riesa

 

2002

Nit einem 35 t Kran findet im Juni in Torgau die erste Containerverladung statt

 

2002

Verheerende  Hochfluten von Weißeritz und Elbe ( Historisch höchster Pegel von 9,40 m in Dresden am 17.08.2002 ) verursache in den Häfen umfangreiche Schäden

 

2002

Zum 1.Oktober erweitern die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH mit dem Erwerb der tschechishen Elbe - Häfen in Decin und Lovosice ihr Geschäftsfeld. Von nun an heißt es an der Oberelbe: "Fünf Häfen -einPartner- Pet Pristavy- jeden Partner"

 

2004

1.Mai: EU-Beitritt der Tschechischen Republik - die Bedeutung der leistungsfähigen Elbhäfen als Knotenpunkt zwischen Schiff, Bahn und LKW wächst weiter.

Der Hafen Roßlau  (Sachsen-Anhalt) wird in den Firmenverbund der SBO GmbH aufgenommen.

 

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